V. Manolito fasst einen EntschlussV. Manolito fasst einen Entschluss
[Keine Beschreibung eingegeben]„Ein Schiff?!“ fragte Manolito ungläubig. „Was ist denn das jetzt schon wieder?“ „Ja“, erwiderte der Storch, „ein Schiff! Das sind große Wasserfahrzeuge, die nach dem archimedischen Prinzip schwimmen, und...“ „Häh?“, unterbrach ihn die Giraffe, „was für ein Prinzip? Wie groß? Größer als eine Elefant oder sogar eine Giraffe? Und wie soll so etwas Großes denn bitte schwimmen? Und da soll ich drauf? Nein, nein, nein, das traue ich mich nicht!“

„Aber, aber“, hob Adebar beschwichtigend an. „Vergiss das mit dem archimedischen Prinzip. Ich kann dir versichern, dass Schiffe schwimmen können, auch wenn sie viel größer sind als du oder ein Elefant. Genauer gesagt, könnten wahrscheinlich sogar 100 Elefanten mitfahren und das Schiff würde nicht sinken. Vertrau mir einfach! Das ist die einzige Möglichkeit für dich, lieber Manolito. Ich mache dir einen Vorschlag. Ich begleite dich zum Hafen in der Stadt Mombasa, dort kannst du dir das Schiff in Ruhe ansehen, und wenn du dann immer noch nicht willst, dann gehen wir eben wieder zurück, in Ordnung?“

Lulu, dass Zebra, die die Unterhaltung zwischen der Giraffe und dem Storch mit angehört hatte, wandte sich kopfschüttelnd an Norbert und piekste ihm in die Seite: „Pffff, 100 Elefanten auf ein so ein Ding?! Und dann soll das auch noch schwimmen!? Ich glaube, der gute Adebar von Storch ist schwerer gestürzt als er dachte. Der spinnt! Ganz eindeutig! 100 Elefanten, tse, tse...!“ Norbert, der wie gewöhnlich keine Lust hatte auf große Unterhaltungen, schaute nur für einen kurzen Augenblick zu Manolito und Adebar hinüber. Dann schüttelte er den Kopf, drehte sich mit einem lauten „Hmpf“ auf die Seite und schlief sofort wieder ein.

Die Giraffe hingegen kniff skeptisch die Augen zusammen und sagte dann zögerlich zu dem weißen Vogel: „In Ordnung, Adebar. Dann werde ich dir jetzt einfach mal glauben und mir dieses seltsame Ding namens Schiff mir dir zusammen ansehen. Aber wenn ich finde, dass es zu klein ist und mich nicht tragen kann, dann gehe ich schnurstracks wieder in meine Steppe zurück!“ Der Storch grinste in sich hinein und erwiderte: „Ok, Manolito! Ich verspreche dir, dass du nicht auf das Schiff gehen wirst, wenn es dir zu klein, zu wackelig oder zu unsicher vorkommt. Vertrau mir! Also, dann pack deine Sachen zusammen und lass uns gehen.“

Lulu, die immer noch das Gespräch zwischen der Giraffe und dem Storch verfolgt hatte, sprang plötzlich auf: „He, Manolito! Du kannst doch nicht einfach ohne uns losziehen. Und dich einfach so aus dem Staub machen! Du bist doch unser Freund, und nichts und niemand kann uns trennen. Nein, nein, das geht nicht! Du bleibst bei uns, soviel ist sicher!“ „Ach Lulu“, seufzte Manolito. „Ich gehe doch nicht für immer weg, ich möchte mir nur dieses Land ansehen, von dem Herr Adebar erzählt hat! Und dann komme ich ganz schnell wieder zu euch zurück! Ihr könnt natürlich auch mit mir mitkommen, wenn Ihr wollt. Das wäre natürlich super Klasse und ein Mordsspaß! Was meint Ihr?“ „Moment“, unterbrach da der Storch. „Ich weiß, Manolito, das du deine Freunde gerne mitnehmen möchtest, aber es wird schon sehr schwierig werden, dich allein unbemerkt auf ein Schiff zu bekommen. Aber ihr alle zusammen, dass wird zu viel. Ich glaube, dass wird nicht gehen. So leid es mir tut!“

„Och Mensch, so ein Mist!“ maulte Elli, „na, dass ist ja ganz toll, super!“ motzte Norbert. Und Lulu flüsterte vor sich hin, „hab ich es nicht gesagt, der Storch ist komisch und der spinnt!“ „Aber“, fuhr das Zebra mit lauter Stimme fort, „wer soll dir denn winken, wenn du auf dieses komische Schiff steigst. Also wir begleiten dich auf jeden Fall mit zu diesem Hafen, das ist sicher. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit für uns, mit auf dieses komische Ding zu kommen, dachte Lulu insgeheim.

„Und Du wirst uns immer alles erzählen, versprochen? Und uns Bilder malen, mit all den [Keine Beschreibung eingegeben] Dingen, die Du siehst, doppelt versprochen? Und ganz schnell wieder zu uns zurückkommen, dreifach versprochen? Ok? Norbert und Elli, auf geht’s! Steht schon auf!“, fuhr das Zebra fort. Manolito, die Giraffe nickte eifrig und versprach alles hoch und heilig. Das junge Elefantenmädchen und das große Nashorn erhoben sich schwerfällig. Während Elli, der kleine Dickhäuter freudig mit dem Rüssel wedelte, grummelte Norbert wie so oft vor sich hin. Aber für alle Freunde von Manolito stand eindeutig fest, dass sie die Giraffe bis zum Schiff begleiten würden. Dazu sind Freunde schließlich da, dachten Elli, Lulu und Norbert gleichzeitig. Der Storch, der schon ungeduldig in der Luft flatterte, rief: „Los jetzt! Es wird bald dunkel und wir müssen uns beeilen, damit Manolito sein Schiff nicht verpasst!“

Oje, jetzt geht es also wirklich los, dachte Manolito.
 
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